Die Zeit zwischen den Kriegen

Die Zeit zwischen den Kriegen ist durch eine Phase des kontinuierlichen Auf- und Ausbaus gekennzeichnet. Das Häuflein der Getreuen ist stark zusammengeschmolzen. Neue Mitglieder mussten geworben werden. Zusätzlich bestand in den ersten Nachkriegsjahren eine heute unvorstellbare Materialknappheit. Bis 1924 durften keine Bälle produziert werden. Daher wurde zeitweise mit Bällen gespielt, die statt Gummi Spiralfedern hatten und noch vorhandene „alte Kartoffeln“ des Jahrgangs 1914 mussten jeden Abend neu genäht werden, um wieder einsetzbar zu sein.

Der Verein bietet mit der Gründung der Hockey-Abteilung eine weitere Sportart an. Das vorher gepachtete Gelände kann erworben werden. Sechs Plätze werden in der vorgeschriebenen Nord-Süd-Richtung angelegt. Der siebente, der M-Platz wurde von allen Mitgliedern regelrecht „ausgegraben“: Jedes Mitglied muss 20 Feldloren Erde ausheben und auf die angrenzenden sumpfigen Wiesen der Bäke bringen.

Ein neues Klubhaus, finanziert mit Anteilscheinen der Mitglieder in Form einer Anleihe, ersetzt das alte Häuschen. Es wurde am 29. Mai 1921 eingeweiht und genügte den Anforderungen nur bis 1927. Dann mussten Aus- und Aufbauten des Hauses vorgenommen werden.

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Auch sportliche Erfolge blieben nicht aus: In den zwanziger Jahren war die STK-Jugendmannschaft dreimal Berliner Meister im Tennis, je einmal im Eishockey und Hockey! Dazu kamen die jahrelang als Ranglistenspieler unter den Besten 10 des Deutschen Tennis-Bundes geführten Gisela Enger (später Hertzfeld) und Harry Schwenker, das wohl bekannteste STK-Eigengewächs. 1926 holte er mit den Junioren in einem denkwürdigen Endspiel vor heimischer Kulisse die Berliner Meisterschaft mit 5:4 gegen den Favoriten Blau-Weiss. Später gehörte Scnwenker zu den deutschen Spitzenspielern und sogar dem deutschen dem Daviscup-Team an.

Schon damals galt der Jugendarbeit das besondere Augenmerk des STK. Der Berliner Tennisverband würdigte diese Bemühungen des Klubs durch die Vergabe der Berliner Junioren-Meisterschaften an den STK. Von 1924 bis 1937 (und später von 1950 bis 1971) wurden diese auf unseren Plätzen ausgetragen.

Zu den Säulen des STK – Tennis und Hockey – kam als dritte Säule das Eisstockschießen hinzu, lange Zeit dargestellt anhand der drei Piktogramme an der Klubeingangspforte. Doch die Aktivitäten erschöpften sich nicht hierin allein. Es gab Fußball- und Eishockeymannschaften, ferner den Kegel und Tischtennissport, sowie viele weitere gesellige und sportliche Freizeitvergnügen. Nicht zu vergessen das Schlittschuhlaufen auf dem M-Platz.

Alle Vergnügen mussten dann mit Ausbruch des 2. Weltkrieges sehr eingeschränkt werden, wie der Tennisbetrieb überhaupt. So wurden die Plätze 1 bis 6 gegen Ende des Krieges in Splittergräben verwandelt, in denen Menschen aus der näheren Umgebung Zuflucht vor Bombenangriffen suchten.